Die wichtigsten Quellen für eine gründliche Keyword-Recherche

 

Wenn Sie mit Ihrer Listung die Konkurrenz übertrumpfen möchten, sollten Sie sich bei der Recherche nicht auf einen Ansatz oder ein Tool beschränken. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, hochgradig relevante Keywords mit unterschiedlichen Methoden zu ermitteln und sie anschließend zum perfekten Keyword-Setup zu verbinden. 

 

Das Ziel lautet, am Ende zu sehen, dass man selbst mit dem eigenen Produkt für möglichst alle relevanten Suchbegriffe rankt, während die Wettbewerber dies nicht tun. Zudem funktionieren Begriffe in manuellen PPC-Kampagnen nur dann, wenn diese Begriffe im beworbenen Listing auch indexiert sind, sprich wenn Amazon die Begriffe in Ihrer Listung findet und zugleich als passend erachtet. 

 

Drei Prämissen stehen dabei über jeder Recherche bzw. der Auswahl der verwendeten Begriffe:

 

1. Keine fremden Markennamen verwenden

2. Nur für das jeweilige Produkt tatsächlich relevante Suchbegriffe selektieren.

3. Für eine erfolgreiche Indexierung, also ob Ihr Produkt zu einem bestimmten Begriff gefunden wird, steht die gesamte Listung zur Verfügung.

 

Die Verwendung fremder Markennamen verstößt einerseits gegen Amazons Richtlinien. Ein solcher Verstoß kann im schlimmsten Fall zur Sperrung des eigenen Vendor- oder Seller-Accounts führen. Zweitens ist es aber auch wahrscheinlich, dass ein Kunde, der ein "WMF Besteck" sucht, auch ein WMF-Besteck kaufen möchte. Dadurch sind sowohl die Klickrate als auch die Conversion für andere angezeigte Produkte in der Regel außerordentlich gering und damit die Verwendung von Fremdmarken sehr ineffizient. 

 

Ähnlich verhält es sich mit irrelevanten Suchbegriffen. Um beim obigen Beispiel zu bleiben, besteht zwar eine gewisse Möglichkeit, dass ein Kunde, der eine "WMF Saftpresse" sucht, auch eine Affinität zu WMF-Bestecken hat. Nur ist es eher unwahrscheinlich, dass er zu den Zeitpunkt, wo er explizit eine Saftpresse sucht, spontan auch noch ein Besteck dazu kauft. Vielleicht möchte er aber ein Smoothie-Rezeptbuch bestellen. Wir kommen später noch einmal auf den Aspekt sinnvoller Komplementär-Begriffe zu sprechen.

 

Keywords sind außerdem nicht alle an einem Ort unterzubringen; hierfür stehen neben den Produkttiteln und Kurzbeschreibungen ("Bullet Points") auch die allgemeinen Produktbeschreibungen, die A+ Inhalte sowie die Backend-Keywords zur Verfügung. Bei manchen Produktseiten wird man vom Produkttitel regelrecht erschlagen, da die Anbieter offenbar annehmen, alle wichtigen Suchbegriffe müssten bereits im Titel untergebracht werden. Mit spezialisierten Tools können wir jederzeit die Indexierung von Suchbegriffen zuverlässig prüfen.

 

Kommen wir nun jedoch zu den wichtigsten Keyword-Quellen.

 

 

1. Recherche von A- und B-Keywords

 

Mittels geeigneter Werkzeuge lassen sich ohne Weiteres Hunderte von mehr oder weniger verwandten Suchbegriffen ermitteln. Insbesondere die Top-Keywords wird man möglichst im Titel platzieren. Jedoch ist zu berücksichtigen, dass es um die Top-Keywords auch den intensivsten Wettbewerb gibt. Dementsprechend ist es nicht nur wesentlich schwieriger, an der ersten Position zu stehen, sondern sind diese Begriffe auch teurer in Werbekampagnen.

 

Wenn Sie beispielsweise ein Produkt anbieten, dessen gängigste Bezeichnung eine monatliche Suchhäufigkeit von 6000 Anfragen aufweist und zu diesem Begriff 10.000 Angebote bestehen, können Sie nicht davon ausgehen, ohne nennenswerte Werbeinvestitionen an der Spitze zu stehen. Vielleicht können Sie aber 10 weitere Begriffe mit immer noch 600 Anfragen ermitteln, die zusammen nicht nur das gleiche Gesamt-Suchvolumen repräsentieren, sondern bei denen die Wahrscheinlichkeit einer gute Platzierung deutlich besser liegt. Außerdem wird jedes einzelne dieser Keywords günstigere Klickkosten innerhalb von PPC-Kampagnen haben. 

 

Interessant ist auch der Blick auf so genannte Long-Tail-Keywords; dies sind Phrasen mit drei oder mehr Begriffen. Das Suchvolumen ist hier eher niedrig, doch wenn es genau zu Ihrem Produkt passt, können Sie damit punkten und oftmals auch kostenlos weit vorne stehen.

 

 

 

2. Konkurrenzanalyse

 

Möchten Sie wissen, mit welchen genauen Suchbegriffen Ihre Haupt-Konkurrenten ihren Umsatz generieren? Und welche wichtigen Keywords sie nicht verwendet, in die Sie wiederum investieren und am Wettbewerb vorbeiziehen können?

 

Ermitteln Sie, mit welchen Keywords und Phrases eine beliebige Anzahl von Konkurrenten und Bestsellern aus Ihrer Kategorie auf der ersten Ergebnisseite landet, und machen sich diese zu eigen. Finden Sie auch heraus, für welche wichtigen Suchbegriffe einzelne oder mehrere Wettbewerber nicht angezeigt werden und machen dies zu Ihrem persönlichen Vorteil.

 

 

3. Werbeberichte

 

Wenn Sie Kampagnen durchführen, stellt Amazon Ihnen kostenlos Werbeberichte zur Verfügung, aus denen Sie ersehen können, zu welchen Begriffen Ihre Anzeige ausgespielt wurde, wie oft und wie oft diese von Kunden geklickt oder sogar Produkte gekauft wurden.

 

Zwar ist es vorgegeben, dass Ihre Anzeige nicht zu Begriffen angezeigt wird, für die Ihre Listung nicht indexiert ist. Amazon kann diese Regel jedoch aufheben, wenn der Algorithmus Ihr Produkt auch für andere Begriffe als relevant erkennt, die Sie bis dahin noch gar nicht in Betracht gezogen haben.

 

So geben Ihnen die Werbeberichte unter Umständen Hinweise auf wertvolle Suchbegriffe, auf die Sie sonst gar nicht gekommen wären, inklusive Angaben zu den dazugehörigen Klickkosten. Ohnehin sind Test-Kampagnen eine wichtige Möglichkeit, die Relevanz Ihrer Keywords auf den Prüfstand zu stellen.

 

 

4. Komplementäre Suchbegriffe

 

Sicher kennen Sie die Anzeige "Kunden, die dieses Produkt gekauft haben, kauften auch...". Tatsächlich finden sich hier zwar nicht immer, aber doch häufig Artikel, die sich ergänzend zu dem eigenen Produkt verhalten. Beispielsweise könnte ein Kunde, der Kunststoffteller für Campingzwecke sucht, sich auch für Kunststoffbecher interessieren, oder ein Kunde, der eine Nagelschere kaufen will, auch eine Nagelfeile gebrauchen.

 

 

5. Auswertung von Rezensionen

 

Ob es sich um Ihre eigenen Produkte handelt oder die von Mitbewerbern, erhalten Sie über die Auswertung von Produktbewertungen jede Menge wertvolles Feedback. Hier können Sie beispielsweise sehen, welche Details eines Produkts besonders oft gelobt und demnach auch als besonders wichtig erachtet werden. Andererseits lassen sich auch Schwächen ihrer eigenen und der Konkurrenzprodukte identifizieren, oder auch Lücken in der eigenen oder fremden Artikelbeschreibung. 

 

Wenn Sie also beispielsweise feststellen, dass den Kunden besonders wichtig ist, dass ein Produkt auch in der Mikrowelle, im Kühlschrank oder in der Spülmaschine funktioniert, sie dies aber in Ihrer Listung gar nicht erwähnen, ist es höchste Zeit, dies zu korrigieren.

 

 

Haben Sie Fragen zu diesem Thema? Wir helfen Ihnen gerne weiter. Rufen Sie uns an oder schreiben uns eine E-Mail.

 

 

 

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